Wir suchen Schauspieler/innen für das Sprechchor Berlin

Wir suchen Schauspieler/innen für das Sprechchor Berlin

Beitragvon A.Erdogan » 04.08.2011, 11:32

Ich bin Abdullah Erdogan und beginne im Oktober das Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Giessen.Gegenwärtige bin ich in der Produktion zur Aufführung des "11ten". Schauspieler,Bühenbildner und ich sind alle Schüler des Treptow Kollegs und sind im durchschnitt 25 Jahre alt.
Es ist für uns alle das erste mal, alleine ein Theaterprojekt zu leiten, wir sind jedoch alle mit großen Einsatz dabei. Wir suchen Schauspieler für ein Sprechchor. Die Proben für den Chor würden am 15ten, 16ten, 18ten August sein. Die Aufführung finden am 24.August im Treptow Kolleg statt und am 9.9. im der Temporären Kunsthalle Stadtbad Steglitz.

Um einen Eindruck zu bekommen vom Stück, ist hier ein Expose, dass , so hoffe ich, euer Interesse wecken wird.


[b]"der 11te "[/b]
Die Goten sind als Flüchtlinge in die römischen Provinzen eingedrungen und suchen Schutz vor den Hunnen im Norden. Der Pöbel wütet gegen sie. Die Goten werden zum " toxic subject". Für die wirtschaftlichen- und seelischen Schäden werden sie verantwortlich gemacht - der Pogrom gegen sie steht bevor.
Aus dem Krieg gegen die Goten kommt Titus Andronicus siegreich heim. Die Konflikte im Reich, der Aufstand gegen die Goten, könnten nun ein Ende haben, doch die gotische Königin Tamora schwört nach der Hinrichtung ihres Sohnes Rache.Sie schmiedet eine Intrige gegen Titus, wird zur Kaiserin Roms und beginnt die Familie von Titus zu ermorden. Nach der Schändung seiner Tochter schwört nun auch Titus Rache, und ein Gemetzel des blutigsten Ausmaßes beginnt.
Während dieses Blutbades wirft sich das Reich in sodomistische Spiele, die Menschen aus dem Pöbel vergehen sich an den Goten und die Goten sich an den Römern

Was geschieht, wenn verschiedene Zeiten und Räume aufeinander treffen?
Oder wenn Momente der Gewalt in der Geschichte parallelisiert werden und aus ihren üblichen Zusammenhängen herausgenommen und in einer neuen Verbindung auftreten? Kann der Mensch dann eine Lösung gegen die Gewalt finden oder wird er Gewalt als legitime Lösung anerkennen? Von Shakespeares "Titus Andronicus" bis zu Marquis de Sades "Die 120 Tage von Sodom", von Marx' "Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte" bis Reemtsmas "Vertrauen und Gewalt", von der gotischen Flüchtlingslagern Roms bis Rostock Lichtenhagen; Zeit und Raum werden gekrümmt, die Geschichte der Menschen wird als eine Geschichte von Gewalt dargestellt. Der Mensch, der sich oft als nach dem Frieden strebendes Vernunftwesen ansieht, verfällt in Augenblicken von Not zu einem monströsen und brutalen Etwas - doch zu seinem Wesen selbst?

Informationen

Aufführungstermine

24.August 2011 Treptow Kolleg
9.September 2011 Stadtbad Berlin-Steglitz im Rahmen von "Kopfüber – Junge Kunst im Stadtbad Steglitz" ( http://www.stadtbad-steglitz.de/ )

Tel:01578 527 53 76
A.Erdogan
 
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